Auktion: 420 / Kunst nach 45 / Zeitgenössische Kunst am 06.12.2014 in München Lot 776


776
Andy Warhol
Eva Mudocci, 1984.
Farbserigrafie
Schätzung:
€ 90.000
Ergebnis:
€ 112.500

(inkl. Käuferaufgeld)
Eva Mudocci. 1984.
Farbserigrafie.
Feldman/Schellmann/Defendi III A.59. Verso mit dem Nachlassstempel und der handschriftlichen Nummerierung "UP 3458" sowie "VF". Einziger bekannter Abzug in dieser Farbvariante. Auf leichtem Karton (Lenox Museum Board). 101,2 x 81 cm (39,8 x 31,8 in). Papier: 101,7 x 81,4 cm (40 x 32,1 in).
Gedruckt von Rupert Jasen Smith, New York. [JS].

Im Jahr 1984 befasst sich Andy Warhol intensiv mit dem Werk des norwegischen Malers Edward Munch, dessen farbintensive abstrahierte Malerei der Jahrhundertwende wegweisend für die Kunst der Moderne ist. Vor allem der Expressionismus und Fauvismus haben in Munchs einzigartigem Werk einen ihrer bedeutendsten künstlerischen Stimuli. Neben dessen heute wohl bekanntestem Gemälde "Der Schrei“ aus dem Jahre 1893 hat sich Warhol auch mit Munchs bedeutenden lithografischen Motiven wie der "Madonna“ und dem "Selbstbildnis mit Knochenarm“ (beides 1895) sowie der 1903 entstandenen "Eva Mudocci“ künstlerisch auseinandergesetzt. Warhols grafische Umsetzung, welche zwar zunächst als Auflagendruck geplant war, jedoch nie als solcher realisiert wurde, übernimmt die Darstellung seines Vorbildes: die britische Musikerin mit italienischem Künstlernamen und Geliebte Edward Munchs, Eva Mudocci. Nicht nur durch die Monumentalisierung der Dimensionen, sondern auch durch die farbliche Umsetzung der bekannten Motivik, macht Warhol sich diese künstlerisch zu eigen. Von dieser, für die Kunstgeschichte der Moderne nun in zweifacher Hinsicht relevanten Darstellung, existieren lediglich Farbvarianten, welchen durch die individuelle Farbkombination jeweils der Charakter eines Unikates zu eigen ist.




776
Andy Warhol
Eva Mudocci, 1984.
Farbserigrafie
Schätzung:
€ 90.000
Ergebnis:
€ 112.500

(inkl. Käuferaufgeld)